Was sollte Web Content Management 2016 sein?

In den letzten Jahren hat sich Wordpress als Standard für Web Content Management (WCM) herausgestellt. Im High-end Markt dominiert Adobe Experience Manager. Doch wohin zeigen die aktuellen Content Management Trends? Wohin wird die Entwicklung gehen?



Was muss WCM heute können? Welches sind die Herausforderungen? Drei Punkte sind wichtig:

1. Wirkung Messen

Ein Web Content Management Systm muss einfach und benutzerfreundlich über alle Kanäle wie Web, Mobile, Web Schnittstellen (REST API) oder Apps publizieren können.

Herausforderung: Die integrierte Messung, ob der Content sein Ziel, seine Zielgruppe erreicht und die gewünschte Wirkung erzielt.

2. Entkopplung

WCM Systeme dienen der Verwaltung und Redaktion von Content. In einem zweiten Schritt erfolgt das Layouten und Publizieren der Inhalte.

Herausforderung: Content Management und Content Publizieren müssen sauber getrennt und trennbar sein. Nur dann kann eine Newsapp den gleichen Content layouten und darstellen wie eine Website.

3. Integration

E-Commerce, Webshop und WCM sollten harmonisch integriert sein, auch wenn dahinter unterschiedliche Systeme stehen. Struktur, Navigation und Layout sollen aus einem Guss sein.

Herausforderung: Die bruchstellenfreie User Experience.

  • Der Markt für WCMs wird schrumpfen. Mit Wordpress ist WCM eine Massenprodukt geworden, das man günstig mieten kann. Die Luft für High-end Anbieter wird enger.
  • Die erfolgreichen Plattformen haben eine grosse User Community versammelt und ein Ökosystem von Plugins geschaffen. Beispiel: Concrete5
  • Single Page Apps SPA auf der Basis von HTML5 in Responsive Design sind angesagt. Leider lassen SPAs sich selten einfach im WCM Kontext realisieren. Hier ist auch Adobe AEM keine Ausnahme.
  • Statische Websiten Generatoren in Kombination mit Web Services erlauben das Design von Skalierbarkeit zu ungekannten Preisen. Hier ist eine Übersicht.
  • Content Syndication war zuletzt im Jahr 2000 ein grosser Trend. Mit dem Internet der Dinge nimmt die Flut der Daten zu, welche in Infografiken auf Websites präsentiert werden wollen. Hier braucht es flexible Datenvisualisierungstools wie D3 (Data-Diven Documents) die ins WCMs integriert sind.

Buchtipp

Deane Barker rollt in seinem gerade erschienenen Buch Web Content Management (O’Reilly, 2016) die Grundlagen wieder einmal aus. Barker schreibt, WCM sei ein Thema, dass stetigem Wandel unterworfen ist. Darum lohnt sich ein frischer, neuer Blick auf das Gebiet.

 Massgeschneiderte Analyse

Möchten Sie wissen, ob Ihre Web Content Strategie funktioniert und wie eine moderne WCM Ausrichtung aussieht? Gerne unterstütze ich Sie bei der Analyse und Definition geeigneter Massnahmen.

Ich freue mich auf Ihren Anruf und über Feedback.